Media / Vom Informatiker in Wettingen zum Reiseveranstalter in Georgien Georgien, Medien | 27.12.2019

Vom Informatiker in Wettingen zum Reiseveranstalter in Georgien

Im Travelnews ist ein Artikel über Fabio Bolognese, den Gründer von MyCaucasus Travel, erschienen. Der Schweizer lebt in der georgischen Hauptstadt Tbilisi.

Im Jahr 1980 erblickte Fabio Bolognese in Baden das Licht der Welt und wuchs im nahegelegenen Wettingen auf. Nachdem er die Kantonsschule absolviert hatte, entschied er sich, noch eine Ausbildung zum Informatiker Fachrichtung Applikationsentwickler anzuhängen. In dieser Branche blieb er dann auch ein paar Jahre: zuerst als Programmierer, danach als Berater im Bereich Immobilien-Software. Anschliessend machte er zwei Jahre einen Abstecher in den Journalismus, bevor er im Jahr 2009 zusammen mit zwei Freunden das Start-Up Hotelcard gründete. Dort war er bis Oktober 2019 während 10 Jahren als Geschäftsführer tätig. Daneben begann Bolognese ein Bachelor-Studium in Business Communication und gründete im Jahr 2017 die MyCaucasus GmbH in der Schweiz, die nun auch mit einem Büro vor Ort in Georgien vertreten ist.

Der Osten hat ihn schon immer fasziniert. Der Schweizer reiste durch die Ukraine, Russland, Weissrussland, Usbekistan und Kasachstan. Vor rund sieben Jahren landete er dann in Georgien und war vom ersten Moment an überwältigt: «Georgien ist landschaftlich sehr schön und vielfältig: Es hat viele Berge, teilweise über 5000 Meter hoch, viele Flüsse, Wälder, aber auch trockene, wüstenartige Zonen. Im Westen liegt das Schwarze Meer, die Vegetation ist üppig und subtropisch. Aber innert weniger Stunden ist man entweder im Hochgebirge oder in einer Steppenlandschaft», schwärmt Fabio Bolognese. So reiste er jedes Jahr mehrmals in das Land am Schwarzen Meer und brachte gleich noch Freunde aus der Schweiz mit, um ihnen die vielen Facetten zu zeigen.

Fabio Bolognese entdeckte eine Leidenschaft darin, das wunderschöne Geogien den Leuten zu zeigen. Zufällig stiess er auf zwei Schweizer, die ihn darin bekräftigten, das eigene Business aufzugleisen: «2016, während einer Reise nach Kirgistan, lernte ich Luca und Aijan kennen, die Inhaber des Schweizer Reisebüros Kalpak Travel, spezialisiert auf Zentralasien. Sie hatten vielleicht rund zwei Jahre vor uns damit begonnen und mir von ihren Erfahrungen erzählt. Mir fiel es wie Schuppen von den Augen: das muss ich auch machen! Es war die Geburtsstunde von MyCaucasus», erinnert sich Fabio Bolognese. Zwei Jahre nach der Gründung entschloss er nun, das Leben in der Schweiz aufzugeben und sich ganz seiner Leidenschaft vor Ort zu widmen.

Fabio Bolognese entdeckte eine Leidenschaft darin, das wunderschöne Geogien den Leuten zu zeigen. Zufällig stiess er auf zwei Schweizer, die ihn darin bekräftigten, das eigene Business aufzugleisen: «2016, während einer Reise nach Kirgistan, lernte ich Luca und Aijan kennen, die Inhaber des Schweizer Reisebüros Kalpak Travel, spezialisiert auf Zentralasien. Sie hatten vielleicht rund zwei Jahre vor uns damit begonnen und mir von ihren Erfahrungen erzählt. Mir fiel es wie Schuppen von den Augen: das muss ich auch machen! Es war die Geburtsstunde von MyCaucasus», erinnert sich Fabio Bolognese. Zwei Jahre nach der Gründung entschloss er nun, das Leben in der Schweiz aufzugeben und sich ganz seiner Leidenschaft vor Ort zu widmen.

Lokales Know-How und Schweizer Professionalität

Die Gründung der Firma ging super schnell, erklärt Bolognese: «In den sogenannten ‹Public Service Halls› kann man innert kürzester Zeit eine Firma gründen und viele andere Dinge erledigen. Hohe Transparenz, keine Korruption: Es ist alles ziemlich easy hier.» Dennoch: Reiseanbieter gibt es viele, der Markt ist umkämpft. Deshalb beschränkt sich MyCaucasus auf eine Nische und will diese dafür bestmöglich bedienen: Authentisches und nachhaltiges Reisen im privaten Rahmen.

«Wir versuchen, unseren Gästen die Region so zu zeigen wie sie ist: Wir besuchen innovative, familiengeführte Weingüter oder Bauernhöfe, übernachten in sympathischen Hotels, Guesthouses oder zu Hause bei Familien. Beim Essen schauen wir darauf, dass die Restaurants mit lokal und biologisch produzierten Zutaten arbeiten», erklärt Bolognese.

Um gute Partner zu finden, die dem Qualität- und Serviceniveau der Firma entsprechen, ist das MyCaucasus-Team ständig im Land unterwegs und hält Ausschau nach speziellen Erlebnissen. Ziel ist es, die Reisenden an Orte zu bringen, wo es keine anderen Touristen hat. «Wir besuchen auf unseren Reisen auch Freunde von uns und essen, trinken und feiern im privaten Rahmen. Daneben profitieren unsere Gäste von der Kombination aus lokalem Know-how und Schweizer Präzision und Professionalität», sagt Fabio Bolognese.

«Touristen auf alle Regionen verteilen»

Die Reisen werden ausschliesslich über das Internet vertrieben. Das MyCaucasus-Büro in Georgien befindet sich mitten in der Hauptstadt Tiflis im Stadtteil Vera, es wird aber lediglich als Backoffice genutzt. Insgesamt besteht die Firma aus vier Mitarbeitenden und einem grossen Netzwerk an Partnern und Guides.

MyCaucasus hat bislang noch keine Werbung geschaltet. Aber wie können die Menschen das Online-Reisebüro denn überhaupt finden? Dank Suchmaschinenoptimierung. «Mir war und ist es sehr wichtig, in der Anfangsphase unserer Firma einzig und allein auf Qualität zu setzen. Würden wir zusätzlich auf Quantität setzen, käme für den einzelnen Gast nicht das Optimale heraus», sagt Bolognese. Partner in der Schweiz gibt es bislang nicht, würden solche aber Sinn machen, ginge Fabio Bolognese darauf ein. Pläne diesbezüglich gibt es aber noch keine.

Die Bevölkerung soll direkt profitieren

Es scheint als hätte der Gründer den perfekten Zeitpunkt erwischt, um sein Online-Reisebüro ins Leben zu rufen. In den letzten Jahren ist der Tourismus kontinuierlich gewachsen. Vor allem aus Europa liegen hohe Wachstumsraten vor. Es ist auch der wichtigste Markt für MyCaucasus, wie Fabio Bolognese erläutert: «Unsere Gäste kommen zu 75 Prozent aus Europa, 11 Prozent USA, 10 Prozent Asien und 4 Prozent Ozeanien.»

Neben Paaren und Familien reisen auch Gruppen von Freunden in den Kaukasus, um sich von der überwältigenden Natur begeistern zu lassen. Das könnte sich aber auch schnell zum Massentourismus entwickeln, oder? «Eindämmen kann und soll man die Reisenden meines Erachtens nicht. Entscheidend ist es, die Touristen auf alle Regionen zu ‹verteilen›. So profitieren nicht nur internationale Ketten, sondern vor allem die lokale Bevölkerung in den Dörfern und Regionen», findet Fabio Bolognese.

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Autor: MyCaucasus
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