Mit schwebenden Särgen unter Tage

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Fakten über Tschiatura

Georgien  Land:
16,000  Einwohner:
1879  Gegründet:
Georgisch  Sprachen:
Mangan-Abbbau  Wirtschaft:
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Tschiatura

Region: Imeretien

In die im Westen Georgiens gelegene Stadt Tschiatura verirren sich die Touristen nur selten. Schade eigentlich, denn die imeretische Bergbaustadt ist einzigartig, vor allem deren öffentlicher Nahverkehr. Anders als in anderen Städten, wo Busse oder Trams die Einwohner befördern, übernehmen in Tschiatura Seilbahnen diese Aufgabe.

Die meisten dieser Seilbahnen stammen aus dem 1950er-Jahren, also aus jener Zeit, in der Josef Stalin in der UdSSR, zu der Georgien damals gehörte, das Sagen hatte. Die riesigen Vorkommen an Mangan-Erz in und um Tschiatura waren zwar schon lange bekannt und wurden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auch abgebaut, doch die Sowjets professionalisierten die Förderung in den 1950er-Jahren und bauten die Infrastruktur massiv aus.

Eine der Seilbahnen in Tschiatura

In Tschiatura gab es einst 76 Seilbahnen

Da Tschiatura in einem Tal liegt und von steilen Hügeln umgeben ist, war es nicht einfach, die Arbeiter zu den Minen und das Material aus den Minen zu befördern. Die Lösung waren Seilbahnen. Und davon haben die Sowjets gleich deren 76 erbaut: 26 Seilnbahnen dienten dem Transport von Personen, 50 dem Materialtransport. Tschiatura war zu dieser Zeit die weltweit wichtigste Produktionsstätte für den Abbau von Mangan. Nach dem Zusammenbruch des Riesenreichs ist die komplette Industrie zusammengebrochen und viele Einwohnerinnen und Einwohner haben die Stadt verlassen. Tschiatura war zu einer Art Geisterstadt verkommen. Dazu hat auch die Tatsache beigetragen, dass es zwischen 1992 und 2004 weder Gas noch Wasser oder Strom gab in der Stadt.

Heute hat sich Tschiatura wieder etwas erholt. 18 Seilbahnen in Betrieb, davon 11 für den Personentransport. Deren Benutzung ist kostenlos. Die Seilbahnen werden heute noch von den Minenarbeitern benutzt, aber auch von allen anderen Einwohnerinnen und Einwohnern, sei es um die Einkäufe zu erledigen oder einfach ins Stadtzentrum hinunter zu gelangen. Bei den wenigen Touristen, die Tschiatura besuchen, sind die «schwebenden Särge», wie die Einheimischen ihre fliegenden Blechbüchsen nennen, ebenfalls sehr beliebt.

Dieser Mann sorgt dafür, dass die Seilbahnen funktionieren

Der Katskhi-Felsen und andere Gesteinsformationen

Tschiatura liegt in einer Gegend, die reich an Kalksteinhöhlen und anderen Gesteinsformationen ist. Am berühmtesten ist der Katskhi-Felsen, 11 Kilometer von Tschiatura entfernt. Der 40 Meter hohe Monolith überragt die umgebende Region auf imposante Art und Weise. Zuoberst befindet sich eine kleine Kirche aus dem 10./11. Jahrhundert.

Ein weiteres wichtiges Monument ist das im 13. Jahrhundert erbaute Mghvimevi-Kloster, das in einer Höhle am rechten Ufer des Flusses Kvirila liegt. Die Haupthöhle ist 35 Meter tief, der Klosterkomplex kann nur durch einen engen und langen Schacht bestiegen werden.

Der Katskhi-Felsen in der Nähe von Chiatura

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Tschiatura
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Anreise nach Tschiatura

Mit dem Auto nach Tschiatura in Georgien

Mit dem Auto

Für die 186 km von Tiflis nach Tschiatura benötigst du etwa 2.5 Stunden. Von Kutaisi sind es nur 1h 20min. Die Straßen sind in einem guten Zustand.

Mit dem Minibus nach Tschiatura in Georgien

Mit dem Minibus

Von Tiflis (Station Didube) fahren regelmäßig Minibusse nach Tschiatura. Die Fahrt dauert drei Stunden und kostet 12 GEL. Minibusse nach Tschiatura fahren auch aus Sestaponi und Satschchere.

Mit dem Flugzeug nach Tschiatura in Georgien

Mit dem Flugzeug

Die Distanz vom internationalen Flughafen Kutaisi nach Tschiatura beträgt 96 km. Die Fahrt dauert etwa 1.5 Stunden.

Mit dem Zug nach Tschiatura in Georgien

Mit dem Zug

Von Tiflis mit dem Zug nach Sestaponi. Dort umsteigen und den direkten Zug nach Tschiatura nehmen. Der Bahnhof befindet sich wenige hundert Meter südlich des Stadtzentrums von Tschiatura.

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Impressionen aus Tschiatura

Chiatura
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