Blog / Wo es in Aserbaidschan Welterbe der UNESCO gibt Aserbaidschan, Kultur & Geschichte, Blog | 05.11.2018

Wo es in Aserbaidschan Welterbe der UNESCO gibt

Umgeben von der Türkei, Russland, Georgien, Armenien und dem Iran ist Aserbaidschan eine Mischung aus Okzident und Orient, aber auch ein Mix aus Tradition und Moderne.

Das Land des Feuers, wie Aserbaidschan genannt wird, beheimatet zahlreiche kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten sowie eine eindrückliche, einzigartige Natur. Wir stellen dir zwei einnalige Dige vor, die es ins Welterbe der UNESCO geschafft haben.

Aserbaidschan wurde im Juni 1992 Mitglied der UNESCO, also kurz nachdem das Land seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion erlangt hatte. Heute ist das Land am Kaspischen Meer im Welterbe doppelt vertreten: Die befestigte Altstadt von Baku mit dem Shirvanshah-Palast und dem Jungfrauenturm wurde 2000 aufgenommen, der Qobustan Nationalpark mit seinen bizarren geologischen Formationen und den Schlammvulkanen schaffte es 2007 auf die Liste.

1. Die befestigte Altstadt von Baku

Die Altstadt von Baku wurde auserkoren, weil sie von großem historischem Interesse ist und man an ihr eine lange Zivilisationsgeschichte ablesen kann. Seit der Altsteinzeit siedelten dort schon Menschen und haben Spuren hinterlassen. Aus der langen Zivilisationgeschichte sind bis heute die Spuren und Einflüsse verschiedenster Kulturen zu sehen: zoroastrische, sasanische, arabische, persische, osmanische und russische.

Maiden Tower in Baku

Das von einer Mauer umgebene Gebiet war einerseits eine Stadt, diente aber auch als Festung. Die meisten Bauwerke und Mauern überdauerten bis heute und sind in einem guten Zustand, obwohl sie teilweise 900 Jahre alt sind.

Innerhalb der dicken Mauern befindet sich ein Labyrinth aus engen, gepflasterten Gassen, die zusammen mit den malerischen Fassaden der antiken Häuser ein einmaliges Bild abgeben. Zur Altstadt gehören der Shirvanshah Palast, zwei Karawansereien, der Jungfrauenturm, Bäder und die Dschuma-Moschee. Zudem befinden sich verschiedene weitere, kleinere Moscheen auf dem Territorium, die man aber oftmals gar nicht auf den ersten Blick als solche erkennt.

Altstadt Baku UNESCO

2. Der Qobustan Nationalpark

Seit 2007 ist der Qobustan Nationalpark (Qobustan Rock Art Cultural Landscape) Teil des Welterbes der UNESCO. Der Nationalpark befindet sich im Osten Aserbaidschans, wenige Kilometer vom Kaspischen Meer und rund eine Autostunde von der Hauptstadt Baku entfernt.

Der 1966 ins Leben gerufene Park ist einerseits bekannt für seine tausenden Petroglyphen (Felszeichnungen) aus der Steinzeit. Einige davon sind 5'000 Jahre alt, die ältesten von ihnen sind aber bereits vor 40'000 Jahren entstanden. Mindestens so eindrücklich sind die Schlammvulkane, von denen sich mehr als die Hälfte des weltweiten Vorkommens im Qobustan Nationalpark befinden.

Qobustan Nationalpark UNESCO

Das ist noch nicht alles: Im 44 Quadratkilometer großen Schutzgebiet befinden sich zudem Überreste von bewohnten Höhlen, alten Siedlungen und Gruften, die von der Steinzeit bis in s Mittelalter reichen.

Qobustan Schlammvulkane UNESCO

Auf fast allen unserer Aserbaidschan Reisen besuchen wir diese beiden einzigartigen Orte, die zurecht Einzug ins UNESCO-Welterbes gefunden haben.

Autor: MyCaucasus
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