Blog / Was man im Kaukasus zu Weihnachten isst Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Kultur & Geschichte, Kulinarik & Wein | 26.12.2020

Was man im Kaukasus zu Weihnachten isst

In einer kulinarisch so vielseitigen Region wie dem südlichen Kaukasus kommt natürlich auch zu Weihnachten eine Vielzahl an Gerichten auf den Tisch. Wir haben für euch ein paar der beliebtesten herausgepickt. 

1. Chatschapuri in Georgien

Das Chatschapuri hat es als einfaches Kösebrot zu einem der beliebtesten Gerichte Georgiens geschafft. Das flache Brot wird traditionell mit geschmolzenem Käse, Eiern und Butter bestrichen. Obwohl es in den letzten Jahren einige neue Käsesorten wie Mozzarella und Feta ins Gericht geschafft haben, wird es traditionell noch immer am häufigsten mit den Käsesorten Sulguni und Imeruli hergestellt.

Das Chatschapuri kommt meistens in einer dieser drei Varianten daher: Das adscharische Chatschapuri hat die Form eines Schiffchens. Zum Schluss wird Butter und ein rohes Ei auf den heissen Käse gegeben, das dann alles zu einer schmackhaften Masse verschmilzt. Das imeretische und das megrelische Chatschapuri sind beide rund – wie eine Pizza.

Chatschapuris gibt es an jeder Strassenecke als Snack zu kaufen und es ist als Beilage Bestandteil fast jeder Mahlzeit. Und des, obwohl die Kaloriembombe eigentlich locker auch als Hauptgericht durchgehen könnte.

2. Gozinaki in Georgien

Dass es die Georgier auch süss können, beweist Gosinaki, ein traditionelles georgisches Dessert. Besonders lecker ist seine knusprige Textur aus in Honig gerösteten und karamellisierten Walnüssen, Mandeln und Haselnüssen. Diese süße Leckerei wird oft in Rautenform geschnitten und wird traditionell an Weihnachten und Neujahr serviert, um die vollen Bäuche weiter zu beglücken.

3. Ghapama in Armenien

In Armenien kommt zu Weihnachten gerne Ghapama auf den Tisch: ein Kürbis gefüllt mit Reis, verschiedenen Nüssen und getrockneten Früchten, Butter, Honig und Zimt. Es gibt auch Rezepte, bei denen zusätzlich Fleisch in den Kürbis kommt. Das Gericht wird traditionell über die Neujahrszeit, aber auch zu anderen festlichen Anlässen zubereitet, insbesondere im Herbst und im Winter, wenn die Kürbisse Saison haben. Nach dem Abkühlen wird Ghapama als Ganzes oder in Scheiben geschnitten serviert. 

Ghapama ist in Armenien derart beliebt, dass ihm sogar ein eigenes Lied mit dem Titel Hey Jan Ghapama gewidmet wurde.

4. Shah Pilaf in Aserbaidschan

Ein Gericht, das eines Königs würdig ist – oder vielleicht einfach der Hauptgang einer Hochzeitszeremonie: Schah-Pilaf ist ein traditionelles aserbaidschanisches Gericht, das die vielseitigen lokale Aromen in einem wahren Medley vereint.

Zuerst wird Basmatireis gekocht und dann in eine mit Lavash (sehr dünnes Fladenbrot) ausgekleidete Schüssel gegeben. Schichten von getrockneten Aprikosen, Pflaumen, Kastanien und Rosinen werden auf den Reis gelegt, um eine einzigartige Mischung von Texturen und Aromen zu schaffen. Für ein noch vielfältigeres Geschmacksprofil enthalten einige Varianten auch Lamm- oder Hühnerfleisch. Zum Schluss wird etwas Safranwasser dazugegeben und das ganze, mit Lavash bedeckt, goldbraun gebacken.

Da das Gericht dank seiner Form inkl. Lavash-Verpackung mehrere Stunden warm bleiben kann, ist es ein Favorit bei Hochzeiten, Dinnerpartys und anderen besonderen Anlässen.

5. Anouschabour in Armenien

Anouschabour ist eine armenische Nachspeise, die traditionell an Weihnachten und Silvester gegessen wird. Dabei wird schalenloser Vollkornweizen (Gorgos oder Korkot) separat oder mit verschiedenen Früchten und Gewürzen gekocht, bis er eine breiartige Konsistenz entwickelt. Einmal zubereitet, wird er in einer Schüssel serviert und kann mit Haselnüssen, Mandeln und Granatapfelkernen garniert werden.

Autor: MyCaucasus