Blog / Adscharien ist viel mehr als nur Batumi Georgien, Blog | 29.04.2019

Adscharien ist viel mehr als nur Batumi

Adscharien ist die beliebteste Ferienregion Georgiens, wenn es um Badeurlaub am Meer geht. Die westgeorgische Region ist nicht nur bei den Einheimischen, sondern auch bei den internationalen Touristen sehr populär. Die glitzernde Stadt Batumi, die steinigen Strände und das semi-tropische Klima sind die Hauptgründe dafür.

Doch Adscharien hat viel mehr zu bieten als Batumi und die Strände: Im Südwesten Georgiens findest du unberührte Natur, sanfte und sattgrüne Hügel, Berge und tiefe Schluchten, kristallklare Wasserfälle sowie alte Festungen. Erst diese etwas versteckteren Orte machen Adscharien zu dem was es ist: eine der faszinierendsten Regionen im ganzen Kaukasus.

Wir stellen dir fünf Orte in Adscharien vor, die du unbedingt besuchen solltest.

Diese 5 Orte in Adscharien solltest du unbedingt besuchen

Kvariati

Kvariati ist eine der schönsten Perlen an der georgischen Schwarzmeerküste. Das saubere und klare Wasser und die mit dichten Wäldern bedeckten Hügel machen aus das Örtchen zu einem wahren Paradies.

In Kvariati vermischt sich die Meeresbrise mit der Bergluft des unweit gelegenen Kleinen Kaukasus'. Der Ort, der am Ufer des gleichnamigen Flusses liegt, besteht aus zwei Teilen, vovon der eine am Meer liegt und der andere auf dem Hügel. Tipp: Unbedingt mal den oberen Teil besuchen. Du wirst mit einer wunderschönen Aussicht entschädigt.

Sonnenuntergang bei Kvariati

Sarpi

Das Dorf Sarpi liegt im äußersten Südwesten Georgiens und wird durch die Grenze zweigeteilt: Der georgische Teil heißt Sarpi, der türkische Teil Sarp. Der halbmondförmige Strand ist etwa 600 Meter lang; Hotels und hoteleigene Cottages befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Strand. Wer sich traut, kann sich zudem von den bis zu sieben Meter hohen Klippen ins Wasser stürzen.

Sofern du kein Visum für die Türkei benötigst, kannst du auch ganz einfach zu Fuss über die Grenze gehen und auf der türkischen Seite einen Tee trinken.

Sarpi in Adscharien, Georgien

Gonio

Gonio liegt zwischen Sarpi und Batumi an der Schwarzmeerküste – nicht weit von der Stelle entfernt, an der der Fluss Chorokhi ins Meer mündet. Das Feriendorf ist von Hügeln und Bergen umgeben, von denen sich diverse Wasserfälle in die Tiefe stürzen.

Wer im Schwarzen Meer baden möchte, findet in Gonio gute Bedingungen: Das Wasser ist sauber und azurblau und die Luft frisch und rein. Von allen Orten, die wir euch in diesem Artikel vorstellen, ist Gonio der lebendigste Badeort. Während der Hochsaison zieht das Nachtleben mit seinen Bars und Clubs direkt am Ufer viele Touristen an. Das Meer, die Musik und die guten Spots für Surfer schaffen eine romantische und hippe Atmosphäre.

Ein weiterer Grund, der Gonio zu einem besonderen Ort macht, ist die Tatsache, dass sich im Dorf die älteste Festung Georgiens befindet: Die Gonio-Festung mit ihren 18 einzigartigen Türmen. Im 2. Jahrhundert war Gonio eine gut befestigte römische Stadt in der Kolchis. Gonio war für sein Theater und seinen Hippodrom bekannt. Später kam es unter byzantinischem Einfluss. Der Name «Gonio» tauchte erstmals im 14. Jahrhundert auf.

Tsikhisdziri

Der Kurort Tsikhisdziri liegt knapp 20 km nördlich von Batumi auf der gleichnamigen Erhebung – 60 bis 70 Meter über dem Meeresspiegel. Tsikhisdziri ist dank einem Mix aus Berg- und Meeresluft berühmt für sein Klima und für seine heilenden Eigenschaften bei Erkrankungen der Atemwege und des Nervensystems.

An den grünen Hängen wachsen Zitrus- und Teeplantagen sowie Bambushecken. Zudem gibt es wunderschöne Gärten und Parkanlagen sowie Ferienhäuser, gemütliche Cafés und Restaurants an den üppig bewachsenen Hängen.

Die gepflegten Strände sind in zwei Teile unterteilt: einen südlichen und einen nördlichen Teil. Der Strand im Norden ist beliebter, da er flach ist und sich perfekt zum Schwimmen eignet. Im südlichen Teil ist das Wasser tiefer, was ihn zu einem beliebten Ort für Taucher macht.

Auch historisch ist Tsikhisdziri von Bedeutung: Der Ort beherbergt eine archäologische Stätte und Ruinen einer spätantiken Festungsstadt. Das Gebiet ist seit der Antike besiedelt. Im 6. Jahrhundert errichtete der byzantinische Kaiser Justinian die Stadt Petra. Durch das Stadtgebiet führte eine schmale Küstenstraße, die Westgeorgien mit Byzanz, Iran und Armenien verband.

Festung Petra in Tsikhisdziri

Zemo Adjara (Oberadscharien)

Zemo Adjara ist georgisch und bedeutet auf deutsch Ober- oder Hochadscharien. Die Region, die im Landesinnern liegt, bietet wilde und unberührte Natur und kleine Dörfer mit alten Holzhäusern. Im Vergleich zur Küste ist das gebirgige Inland Adschariens eine völlig andere Welt.

Es gibt einige Orte, du unbedingt besuchen solltest. Zum Beispiel den Goderzi Pass und die Dörfer Shuakhevi, Ghorjomi, Keda, Beshumi und Khulo.

Khulo ist ein gemütlicher, kleiner Ort, wunderschön am Rande einer tiefen Schlucht gelegen. Dort, rund 80 km von Batumi entfernt, findest du einige kleine Hotels und Gasthäuser sowie Restaurants. Zudem gibt es eine alte Seilbahn, mit der man die Schlucht überqueren und auf der anderen Seite das Dorf Tago besuchen kann. Tipp: Wer Höhenangst hat, sollte lieber darauf verzichten.

Während die Mehrheit der Georgier dem Christentum angehört, sind die meisten Dörfer im adscharischen Hochland muslimisch geprägt. Die Adscharier waren unter der osmanischen Herrschaft zum Islam konvertiert.

Auf deiner Georgienreise wirst du mehr als einmal dem Khachapuri Adjaruli begegnen, der bootförmigen Version der georgischen Käsespezialität. Diese Variante kommt genau aus dieser Region. Die adscharische Küche ist aber sehr vielfältig und man sollte auf jeden Fall auf andere Spezialitäten kosten wie zum Beispiel Borano (in Butter gebratener Käse), Sinori (Ricotta-artiger Käse in Tortillas gehüllt und in Butter gebraten) und Lakhni (Rindfleischeintopf in Walnüssen).

Autor: MyCaucasus
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