Blog / 11 magische Orte in den Bergen Georgiens Georgien, Kultur & Geschichte, Blog | 28.07.2019

11 magische Orte in den Bergen Georgiens

Wir stellen euch 11 georgische Bergdörfer vor, die ihr unbedingt besuchen solltet, wenn ihr durch den Kaukasus reist.

Georgien ist ein vielseitiges Land mit einer überwältigenden Natur: Fruchtbare Täler, antike Städte, abgelegene Klöster, atemberaubende Küsten, trockene Wüstenebenen und vergletscherte Berggipfel zieren die kleine Republik im Kaukasus, In diesem Artikel befassen wir uns mit abgelegenen Dörfern, die sich in den Bergen Georgiens verstecken. Die folgenden 11 Dörfer solltest du auf deiner Reise durch Georgien unbedingt besuchen.

11 einzigartige Bergdörfer in Georgien

1. Stepanzminda (Kasbegi)

Nur ein paar Stunden nördlich von Tiflis, im Herzen des Großen Kaukasus' und umgeben von schneebedeckten Gipfeln, liegt Stepanzminda. So heißt das Dorf erst seit einigen Jahren. Früher war es unter dem Namen Kasbegi bekannt, abgeleitet vom berühmten georgischen Schriftsteller Alexander Kazbegi.

Neben der malerischen mittelalterlichen Kirche Zminda Sameba (Gergeti-Dreifaltigkeitskirche) befindet sich nahe Stepanzminda auch der 5'047 Meter hohe Berg Kazbek, der mythische Stratovulkan, an den gemäß Sage angeblich Prometheus gekettet wurde.

Es gibt diverse weitere Sehenswürdigkeiten rund um Stepanzminda. Zum Beispiel die Gveleti-Wasserfälle und das Dariali-Kloster.

Region: Mzcheta-Mtianeti
Höhe: 1'700 m.ü.m.
Einwohner: 1'300

Stepantsminda in Georgia

2. Beschumi

Beschumi ist ein Ferienort in den adscharischen Bergen in Westgeorgien. Das Dorf liegt am Arsiani-Gebirge auf rund 1'900 Metern über Meer und in der Nähe von Chulo. Das idyllische Beschumi, etwa 120 km von Batumi entfernt, ist der perfekte Ort um der Hitze und dem Lärm der Stadt zu entfliehen.

In der Umgebung kann man prima wandern, reiten und die Natur genießen. Die Hauptattraktionen in der Umgebung von Beschumi sind der «Mzwane Tba» (Grüner See) und das Khikhani-Schloss.

Region: Adscharien
Höhe: 1'900 m.ü.m.
Einwohner: -

3. Bachmaro

Bachmaro ist ein kleines Paradies in der westgeorgischen Region Gurien. Das beliebte Ausflugsziel liegt auf knapp 2'000 Metern über Meer. Neben der himmlischen Landschaft mit den schönen Kiefernwäldern, den Almwiesen und der atemberaubenden Aussicht sind die kleinen, gemütlichen Hütten im Dorf besonders hervorzuheben.

Die Besucherinnen und Besucher Bachmaros genießen die gesunde Mischung aus Meer- und Bergluft, die speziell auf Menschen mit Atemproblemen sehr positiv einwirkt. In der Nähe Bachmaros liegt der berühmte Berg Gadrekili, der für seine Sonnenuntergänge und seine malerische Aussicht bekannt ist.

Region: Gurien
Höhe: 1'950 m.ü.m.
Einwohner: -

Bakhmaro in Guria region

4. Schatili

Die Region Chewsuretien liegt im Norden Georgiens und grenzt an Tschetschenien (Russland). Nicht einmal 3'000 Einwohnerinnen und Einwohner leben in der abgelegenen Bergregion, die einige inspirierende mittelalterliche Kulturdenkmäler wie Burgtürme, Kultstätten und Gräber zu bieten hat.

Das Dorf Schatili liegt auf 1'400 Metern über Meer und gilt als eines der wertvollsten und herausragendsten Beispiele der chewsuretischen respektive georgischen Architektur. Die auf einen Felsen gebaute Festungssiedlung mit seinen rund 60 Türmen steht nicht ohne Grund auf der Tentativliste der UNESCO. Die steinernen Türme dienten sowohl zum Schutz wie auch als Wohnraum.

Region: Mzcheta-Mtianeti (Chewsuretien)
Höhe: 1'400 m.ü.m.
Einwohner: 20

Shatili in Khevsureti region

5. Dartlo

Noch tiefer in den Bergen des Großen Kaukasus' liegt das Dorf Dartlo. Es befindet sich mitten in der schwer zugänglichen Region Tuschetien, die politisch zu Kachetien gehört, im äußersten Nordosten Georgiens.

Eingebettet in eine atemberaubende Bergwelt liegt es am Fluss Alazani, der viele Kilometer weiter talwärts die Grenze zwischen Georgien und Aserbaidschan bildet.

Von Dartlo aus bietet sich die kurze Wanderung hinauf nach ins noch viel kleinere Dorf Kvavlo an. Von dort kann man gemütölich via Dano zurück nach dartlo wandern.

Region: Kachetien (Tuschetien)
Höhe: 2'000 m.ü.m.
Einwohner: 10

Dartlo in Tusheti region

6. Schenako

Ebenfalls in Tuschetien liegt Schenako. Die Hauptattraktion des Dorfes ist die Kirche St. George. Aber auch die vielen alten, teilweise noch gut erhaltenen Häuser sind eindrücklich.

Obschon die Region nur sehr schwer zugänglich ist, leben im Dorf noch einige weniger Menschen.

Region: Kachetien (Tuschetien)
Höhe: 2'080 m.ü.m.
Einwohner: 4

7. Omalo

Und es geht ein drittes Mal nach Tuschetien, diesmal in den Hauptort der abgelegenen Bergregion. Omalo ist das größte Dorf Tuschetiens und dessen Zentrum.

Omalo ist ein super Ausgangsort für Wanderungen und um andere Dörfer in Tuschetien zu besuchen. Zudem sind in Omalo vergleichsweise viele Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden. In Omalo selber bietet sich ein Besuch der Festung Keselo an (siehe Bild), die oberhalb des Dorfes thront und von wo man eine atemberaubende Aussicht genießt.

Region: Kachetien (Tuschetien)
Höhe: 1'880 m.ü.m.
Einwohner: 35

Omalo in Tusheti region

8. Mestia

Eigentlich passt Mestia nicht wirklich in diese Liste, da es kein Dorf, sondern ein Städtchen ist. Im Hauptort der nordwestgeorgischen Region Swanetien leben etwa 2'000 Menschen.

In Mestia, das auf 1'500 Metern über Meer liegt, gibt es zahlreiche Hotels und Gasthäuser. Sogar einen kleinen, aber sehr modernen Flughafen gibt es. Vanilla Sky bietet Flugverbindungen von und nach Tiflis an.

Im Ort selber bietet sich der Besuch des Swanetischen Museums für Geschichte und Ethnographie an. Zudem ist Mestia bei Wanderern enorm beliebt. Bekannte Routen sind die nach Uschguli, zum Chaladi-Gletscher oder zu den Koruldi-Seen. Im Winter ist Mestia mit seinen zwei Skigebieten Hatswali und Tetnuldi ein Skiparadies.

Region: Mingrelien und Oberswanetien
Höhe: 1'500 m.ü.m.
Einwohner: 2'000

Mestia in Svaneti region

9. Uschguli

Wer in Mestia ist, darf einen Besuch des knapp 50 km entfernten Uschguli auf keinen Fall verpassen. Uschguli besteht aus den vier einzelnen Weilern Murqmeli, Tschaschaschi, Tschwibiani und Schibiani, die sich entlang des Flusses Enguri aneinanderreihen.

Uschguli ist berühmt für seine mittelalterlichen, swanetischen Wehrtürme, die teilweise zerfallen und teilweise noch gut erhalten sind. Wer Uschguli und die Umgebung erkundet, fühlt sich mitunter um viele Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt.

Eine beliebte Wanderung ist die zum Schchara-Gletscher, die gut in einem Tag (hin und zurück) gemacht werden kann.

Region: Mingrelien und Oberswanetien
Höhe: 2'100 m.ü.m.
Einwohner: 220

Ushguli in Svaneti region

10. Ambrolauri

Die letzten beiden Dörfer, die wir vorstellen, befinden sich in der Region Ratscha. Die Gegend wird oft als die Schweiz Georgiens bezeichnet, ist touristisch aber eine der am wenigsten entwickelten Region des Landes. Doch gerade das macht den Reiz aus Ratscha zu besuchen.

Im flacheren Teil Ratschas, in Ambrolauri und Umgebung, herrscht ein gutes Klima für den Weinbau. Zahlreiche Sorten, die zum Teil nirgendwo sonst auf der Welt gedeihen, wachsen in der fruchtbaren Gegend. Besonders bekannt ist dabei der Chwantschkara.

In Ambrolauri selber lohnt sich ein Besuch des Museums der Schönen Künste und der Georgisch-Orthodoxen Kirche.


Region: Ratscha-Letschchumi und Niederswanetien
Höhe: 550 m.ü.m.
Einwohner: 2'000

Ambrolauri in Racha region

11. Oni

Etwa 30 km nordöstlich von Ambrolauri und knapp 300 m höher gelegen befindet sich die Kleinstadt Oni. Der Legende nach wurde sie im 2. Jahrhundert v. Chr. gegründet, obwohl sie wahrscheinlich noch viel älter ist, da sie seit der Bronzezeit bewohnt war.

Sehenswert in Oni ist das 1937 gegründete Heimatmuseum. Es beherbergt 15'000 archäologische Artefakte, architektonische Elemente und ethnografische Objekte wie Textilien, Münzen und Malbücher.

In der Gegend von Oni befinden sich zahlreiche Mineralquellen.

Region: Ratscha-Letschchumi und Niederswanetien
Höhe: 830 m.ü.m.
Einwohner: 2'600

Oni in Racha region
Autor: MyCaucasus
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