Der Dilidschan-Nationalpark mit seinen Wäldern, Hügeln und verfallenen Klöstern

Fakten über Dilidschan

Dilidschan
Region: Provinz Tawusch
Bereits seit langem ist die armenische Stadt Dilidschan bekannt für seine Heil- und Mineralquellen. Daher gibt es auch zahlreiche Sanatorien und gute Hotels in der Stadt. Nebst dem Gesundheitstourismus ist Dilidschan auch wegen dem umgebenden Dilidschan Nationalpark ein beliebtes Erholungsziel.

Eine Pflastersteinstraße in der armenischen Kleinstadt Dilidschan.
«Kleine Schweiz Armeniens»
Dilidschan liegt beidseits des Flusses Aghstafa, einem Nebenfluss des Mtkvari (Kura), dem größten Fluss im Kaukasus. Die Stadt ist umgeben von Wäldern, Hügeln und Bergen sowie vom Dilidschan Nationalpark, der 2002 ins Leben gerufen wurde. Aufgrund dieser Landschaft wird die Gegend von den Einheimischen die «Kleine Schweiz Armeniens» genannt.

Typisch armenischer Holzbalkon mit Verzierungen in Dilidschan.
Das Kloster Haghartsin
Abgesehen von den Heilquellen ist das Kloster Haghartsin eine der wichtigsten Sehenswürdigkeit in Dilidschan. Das zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert errichtete Kloster besteht aus drei Kirchen und einem Reflektorium. Weiter befinden sich in und um die Klosteranlage verschiedene Chatschkare. Dies sind aufrecht stehende, bis zu drei Meter hohe, kunstvoll bearbeitete Gedächtnissteine. In der armenischen Geschichte zählen sie zu den wichtigsten kulturellen Symbole. Das Haghartsin-Kloster befindet sich 13 km nördlich von Dilidschan – mitten im Nationalpark.
In Dilidschan und Umgebung gibt es zahlreiche weitere Kirchen und Klöster, die man besuchen kann. Teilweise sind sie noch erhalten, teilweise verfallen:
- Das Kloster Goshavank befindet sich 22 km östlich von Dilidschan. Das Kloster aus dem 12. und 13. Jahrhundert ist heute verlassen, aber in gutem Zustand und daher ein beliebtes Ziel für Touristen, zumal es dort besonders schön verarbeitete Chatschkare zu bewundern gibt. Ebenfalls sehenswert ist die Muttergotteskirche «Surb Astvatsatsin».
- Das Kloster Juchtak besteht aus zwei Kirchen, die im 11. und 12. Jahrhundert erbaut worden sind (Juchtak bedeutet Zwillingskirchen). Sie sind heute nur noch eine Ruine. Die Anlage befindet sich 3 km westlich der Stadtgrenze von Dilidschan.
- Das Kloster Matosawank wurde im 13. Jahrhundert gegründet und ist heute verlassen. Es liegt etwa 1.5 km westlich der Stadtgrenze von Dilidschan und mehr oder weniger gegenüber vom Kloster Juchtak. Von außen ist der verfallene Bau nichts Besonderes. Es lohnt sich aber, hineinzugehen, denn die Ruine ist total verlassen, heruntergekommen und komplett von der Natur überwachsen – ein ziemlich spezieller Anblick.
Erholung im Dilidschan-Nationalpark
Der Dilidschan-Nationalpark bieten verschiedenste Möglichkeiten zur Erholung oder zur sportlichen Betätigung. Am beliebtesten sind Wandern, Radfahren und Mountainbiken. Im Nationalpark gibt es 11 verschiedene ausgeschilderte Öko-Trails, die sich ideal eignen, die wunderschöne Natur zu erkunden. Die kürzesten Routen dauern nur 30 Minuten und sind auch für ungeübte Wanderer oder Familien mit kleinen Kindern geeignet. Anspruchsvollere Routen dauern mehrere Stunden. Eine Route führt hinauf bis zum höchsten Punkt des Parks auf 2'300 Meter über Meer. Es gibt auch Wanderrouten, die zu den im Park gelegenen Seen «Parz Lich» (Clear Lake) und «Goshi Lich» (Gosh Lake) führen.

Idylle im stark bewaldeten Dilidschan Nationalpark.
Privatreise nach Dilidschan
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Anreise nach Dilidschan

Mit dem Auto
Von Eriwan nach Dilidschan dauert die Fahrt etwa 1.5 Stunden. Zuerst fährst du auf der M4 bis nach Sevan, dann weiter nordwärts bis nach Dilidschan. Die Strecke ist knapp 100 km lang.

Mit dem Minibus
Es gibt Minibus-Verbindungen zwischen Eriwan und Dilidschan. Die Busse stehen bei der Station Medical University und fahren nach Idschewan. Unterwegs kannst du in Dilidschan aussteigen.

Mit dem Flugzeug
Sowohl vom Internationalen Flughafen in Eriwan als auch von jenem in Gjumri dauert die Fahrt mit dem Auto nach Dilidschan etwa 1h 45min.

Mit dem Zug
Diese Informationen sind in Kürze verfügbar.
